Verortung

Ich habe immer wieder Wandel und Veränderung zugelassen – privat und beruflich. Mein Leben wurde dadurch vielseitiger und blieb immer interessant. Ich versuche stets als kompletter Mensch da zu sein und alle meine Facetten zu nutzen. Ja, natürlich hat alles zwei Seiten und manchmal zeigt man dadurch die weniger schöne… – Nebenbei bemerkt: Ich bin heilfroh in einem Umfeld leben zu dürfen, in dem ich nicht immer nur die herausgeputzte Seite zeigen kann, sondern auch alles andere.

Ich habe Freude daran, Menschen und ihre Talente erblühen zu sehen. Es klappt, wenn man Menschen etwas zutraut und es macht Freude dabei zu sein. Wenn ich kann, stehe ich gerne beratend zur Seite, versuche aber mich nicht aufzudrängen.

Klingt alles echt gut! Hoffentlich ist die Hälfte davon wahr! 😉

Reflektieren und Verorten

Immer, wenn ich merke, dass ich anfange zu schwimmen und keinen festen Stand mehr habe, grabe ich in der alten Kiste mit den Tarot Karten. Nein, esoterische Anlagen habe ich eher nicht. Ich schätze es vielmehr, mal das eigene Leben auf andere Aspekte hin zu untersuchen als die, die ohnehin schon im Bewusstsein rumspuken.

Die Zeit zwischen den Jahren- die Raunächte- scheinen mir ein guter Zeitpunkt für derartige Überlegungen. – Im Sommer bleibt meine Zeit eh im Garten.

Los geht es:

Hmm, Maß halten finde ich wirklich wichtig. – Oft ist es das Geheimnis zwischen Gift und Medizin…

Bei meinem Job gelingt mir das Maßhalten oft nicht gut genug. Ich arbeite viel zu viel.- Warum? Weil es mir Freude macht Dinge zu begleiten, behutsam zu verändern, Menschen zu unterstützen, Probleme zu lösen. Ich bin echt froh, dass ich einen solchen Job für mich gefunden habe. Zusätzlich deckt mein Beruf auch den Bereich der Sinnerfüllung meines Lebens ab. (Den Hauptteil übernehmen da natürlich meine Kinder, aber es ist für diese bestimmt sehr erleichternd, dass sie diese gewichtige Aufgabe für ihre Mutter nicht alleine übernehmen müssen.)

Familiär mache ich das Maß halten ganz gut. Zu abschreckend waren einige Mutterfiguren von Klassenkameraden meiner Jugend.- Mutter sein bedeutet für mich auch noch ich selbst sein. Schimpft mich ruhig Rabenmutter. ich liebe meine Kids und ich denke, dass sie auch ganz zufrieden mit mir sind…

Ein weiterer Bereich, der in meinem Leben viel Platz einnimmt, sind Haus und Garten. Da wir einen Bauerhof haben ist beides verglichen mit anderen etwas überdimensioniert. Ich bin nicht so aufgewachsen und habe es erst allmählich lernen müssen, dass man nie mit allem fertig sein kann. Mittlerweile kann ich Platz und Entfaltungsmöglichkeiten genießen. (Für meine Mutter sind diese Entfaltungsmöglichkeiten noch immer Arbeitsaufträge.)- Ich denke, auch hier gelingt es mir Maß zu halten.

Nun zu meinen beiden eher kritischen Bereichen:

1.) Bewegung- Im Sommer bin ich immer draußen, da klappt es wunderbar mit der Bewegung. Im Winter bin ich deutlich weniger aktiv. Ich walke einmal die Woche, zu mehr kann ich mich aber nicht aufraffen. Zu kalt, zu nass, Sofa zu bequem… – hmm, leider ist der Leidensdruck nicht groß (eigentlich gar nicht vorhanden)- wäre eher Vernunft, die mich treibt, denn Verlangen…- immer vernünftig ist aber ja auch doof…-

2.) Sozialkontakte- Meine guten Freunde bedeuten mir einiges. manche kenne ich seit dem Kindergarten. – Viele sind alles andere als in meiner Nähe. Treffen und Telefonate halten die Beziehungen aufrecht. Interessant, wie schnell bei einem Kontakt das Gefühl der tiefen Verbundenheit wieder da ist.- Toll zu erleben! -Im Alltag ist es so, dass ich im Beruf schon extrem viele Sozialkontakte und Kommunikation erlebe, da genieße ich nach Dienstschluss und am Wochenende oft die Ruhe, was dazu führt, dass ich mich nicht übermäßig oft verabrede…- Das sollte ich im Blick behalten… Denn wichtiger als der Job sind gute Freunde (zumal, wenn sie so viel Lebensgeschichte mit dir teilen) allemal.

 

Fazit: Brauche ich einen guten Vorsatz? Ach, bin so ja auch ganz zufrieden! – Vielleicht sogar glücklich…- Was will man eigentlich mehr? Ich kümmere mich mehr um schöne Treffen mit netten, inspirierenden Menschen. Hab davon eine Menge in meinem Umfeld!

Herbst im Garten….

Erst ist noch alles im Erntemodus, aber dann wird es allmählich immer kälter und meine Begeisterung für Erntearbeiten reißt irgendwann schlagartig ab. Dann geht es in die alte Küche…

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Die Raupe des Weidenschwärmers saß auf einem Weidenröschen.

Die Saison im Schwimmteich haben wir dank der Neoprenanzüge recht lange ausgedehnt, obwohl ich ein echter ostwestfälischer Frosteköddel bin.

 

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In diesem Jahr gab es massenhaft Gurken, reichlich Tomaten und erstmalig auch schöne Paprika und einige Auberginen aus dem Gewächshaus.

Sardinien im Herbst

Der Nordosten Sardiniens ist echt eine Reise wert. – Wenn man es nicht so heiß mag, ist der Herbst dafür eine tolle Reisezeit. Besonders beeindruckend war das Spiel des Lichtes.

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Neben den tollen Felsformationen im ganzen Land (naja, wir können nur den Norden beurteilen) gibt es auch spannende archäologische Ausgrabungsstätten. – Aus einer Zeit, wo hier noch nicht wirklich viel los war….

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Wir haben nicht nur einen Vogel…

Nicht nur auf der Weide lebt bei uns Federvieh. Auch im Haus beherbergen wir ein paar Schreihälse:

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Mogli (rechts) und Archie (links) sind beides Amazonen und Abgabetiere. Die Vergesellschaftung der beiden lief extrem unproblematisch. Sie sind arttpisch eigenwillig und gute Sprecher und Sänger. Wenn Archie (der zuvor offensichtlich mal bei einer älteren Dame gelebt hat) mit sammetweicher Stimme sein „Hallo“ haucht, wird so mancher Besucher schwach. Seinen neu eingerichteten Käfig kommentierte er mit „Oh, schön!“. Den nervigen Telefonklingelton der Vorbesitzer bringt er ein, wenn es nun bei uns klingelt. Das ist sehr hilfreich, da er deutlich lauter ist als unser Gerät.

Mogli ist erst ein paar Wochen bei uns. – Wir sind noch dabei uns kennen zu lernen. Er ist sehr freundlich (kein Wunder, seine Vorbesitzer waren das auch), hat seinen Partnervogel durch Tod im Frühjahr verloren und unseren trägen Archie gleich als neuen Partner akzeptiert. Man macht sich gegenseitig die Schnäbel sauber und wenn man sich unbeobachtet fühlt, wird auch gegenseitig der Kopf gekrault….

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Der Dicke hier ist Joshie, ein Gelbbrustara. Auch er ist als Abgabetier zu uns gekommen. Joshie ist eine völlig zahme Handaufzucht. Er kuschelt, lässt sich auf dem Bauch streicheln und quatscht Blödsinn. Seit 1 Woche hat auch Joshie eine Partnerin. Sie steht noch in einem anderen Käfig, damit sich beide in Ruhe kennen lernen können. Ein Foto gibt es etwas später, in der Hoffnung sie dann mit mehr Federn präsentieren zu können. (Wer will schin nackt ins Netz?)

Da Coco ihren Namen sagen kann, wird sie ihn behalten. Ansonsten präsentiert sie sich als extrem verfressen und futterneidisch, was aber sicherlich daran liegt, dass sie entweder zu wenig, oder nur unregelmäßig Futter bekommen hat. Wir päppeln sie noch ein wenig. Ansonsten scheint sie sehr lieb und zärtlich zu sein. Fingernuckeln macht ihr bereits jetzt große Freude….

Der Winter naht

Heute morgen waren die Dächer weiß. Beim Frühstück schneite es sogar. Mal fielen große Flocken, mal graupelte es, dann waren es Regentropfen. Bis zum Mittag kamen mindestens 6 Kranichzüge durch. Einmal auch Gänse.- Sie flogen direkt in die Schneewolken, mehrfach konnten wir sehen, wie sich Formationen auflösten und ein großes Gewirre von den Wolken verschluckt wurde. – Wir haben sie nicht beneidet!

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Der Nachmittag bot dann wieder herbstliches Licht! Wir haben die Farben genossen. Die herbstlichen Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen, der Weizen steht trotz widrigen Starts gut, der Sanddorn wartet auf seine Frosternte- vorausgesetzt, die Vögel lassen uns etwas übrig- die Schlehen haben sie jedenfalls schon komplett abgeerntet. Noch einmal konnten wir (zugegeben echt kalte) Himbeeren naschen und uns freuen, wie gut das Erntejahr doch gelaufen ist. Die Dahlien haben sich so üppig vermehrt, dass wir einige Knollen in diesem Jahr einfach unterpflügen. Diese Masse werden unsere Blumenfeldkunden nicht mehr schneiden können.

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Kräftiger Sturmschaden aus dem Sommer. - Wir aber haben uns über die Spende schöner Äste gefreut.
Kräftiger Sturmschaden aus dem Sommer. – Wir aber haben uns über die Spende schöner Äste gefreut.

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Stremellachs

Heute haben wir uns zum Mittag einen nordischen Gaumenschmaus gegönnt: Stremellachs mit Bratkartoffeln

Und da die Stimmung gerade auf Genuss pur stand, haben wir da richtig was von gemacht.

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Ihr seht die Stücke geräucherten Lachs. Dazu hat jeder eine halbe Paprika fein aufgeschnitten, ein paar Feldsalatblätter, zwei filettierte Orangenstückchen und eine flotte Deko aus grob gemahlenem Pfeffer und Balsamicosoße bekommen. Die Teller standen schon hübsch dekoriert, dann kamen am Tisch noch die Bratkartoffeln mit Rosmarin dazu. Mann, Mann, Mann…. war das lecker!

Die Rezeptidee haben wir übrigens aus dem alten Inselhaus auf Spiekeroog. Wenn ihr da noch nicht gewesen seid, wird es Zeit. Zwei super nette Kerle machen da die unaufgeregte Küche. Auch das Haus ist sehenswert, es hat ein Schwimmdach…- Schön, wenn man sich mit einem Gericht die Urlaubserinnerung immer mal wieder ins Haus holen kann…

Da wir schon auf so hohem Niveau unterwegs waren, gab es zur Feier des Tages auch Nachtisch: Warme Zimtbirnen auf Vanilleeis… – Schluck!

 

 

Apfelsaftaktion

Wir haben Apfelsaft aus unseren eigenen Äpfeln gemacht.

Vor dem Zerkleinern schneiden wir die Äpfel durch, damit diese besser von der Mühle gepackt werden können.
Vor dem Zerkleinern schneiden wir die Äpfel durch, damit diese besser von der Mühle gepackt werden können.
Dann haben wir die halben Äpfel mit der Handmühle zerkleinert.
Dann haben wir die halben Äpfel mit der Handmühle zerkleinert.
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Oben Hälften rein- unten Häcksel raus.
Anschließend haben wir mit unserer "Wagenheberpresse" ordentlich Druck auf das Häckselgut ausgeübt.
Anschließend haben wir mit unserer „Wagenheberpresse“ ordentlich Druck auf das Häckselgut ausgeübt.
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Ganz unten strömt anschließend das flüssige Gold.
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Den Trester bekommen die Schafe.
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In der Küche geht es weiter: Pasteurisieren und in Plastksäcke abfüllen.

Nun haben wir mehr, als wir trinken können….